Mutsch
Wenn ich darüber nachdenke wie ich mit diesen sehr wichtigen und entscheidenden Thema starten soll habe ich in meinem Kopf lauter ???
Also einfach drauf los lautet die Devise:
Eines schönen Tages klopfte mein Mutsch meinem Väterchen von hinten auf die Lederjacke und das Ding war geritzt...nicht nur geritzt, man könnte sagen der Treffer war versenkt und ich war unterwegs...ein Unfall- nicht wie ein schrecklicher Autounfall mit Blech- und Personenschaden und viel Blut und so, nein einer aus Fleisch und Blut, der eigentlich ganz gut gelungen ist, wenn ich in den Spiegel schaue *stinknacheigenlobgrinsend*.
Nach einigem hin unddd her bezüglich eines abruptio graviditati his war dann doch schnell klar, dass ich kommen durfte.
Meine Mama (und auch mein Papa - später mehr von ihm) war noch sehr jung - mit 17 im Bauch, mit 18 an der Luft - als ich gekommen bin und trotzdem war denke ich von der ersten Begegnung an klar, dass wir zwei symbiotisch miteinander Verbunden waren (hätte mich jemand gefragt damals hätte ich dies geantwortet *brabbelbrabbelbrabbel*)
Ein wenig später, war dann klar, dass die ehelich geschlossene Gemeinschaft nichts für die Dauer sein sollte und meine Mutsch ging Ihre Wege alleine weiter. Wenn auch mein Papa jederzeit für mich da war ("Wenn ich mal groß bin dann heirate ich dich Papa", "Aber das geht doch nicht!", "oh doch wirst schon sehen" - Nein ich habe ihn nicht geheiratet und ich bin froh, dass er mein Papa und nicht mein Mann oder sonst irgendwas!)
Meine Mutsch war ein toller Mensch, klar kann ja jeder sagen, nein es war wirklich so. Mein liebster Herb singt im einen seiner Lieder ganz klar von ihr "Hast jeden Raum mit Sonne geflutet"...meine Mama hatte die wundervolle Eigenschaft Menschen in Ihren Bann zu ziehen und das nicht nur wegen Ihres großen Herzens, sonder weil sie einfach so war wie sie eben gewesen ist: Offen, ehrlich, ein wenig versaut und zu jeder Zeit für Ihre Kinder da (Meine Schwestern sind 9 und 11 Jahre jünger als ich).
Wenn meine Mutter auch manchmal ängstlich gewesen ist (einmal bin ich mit meiner Freundin auf einer Party gewesen und wir durften 500 Meter nicht alleine nach Hause gehen - sie hatte sich den Wecker gestellt um 5 KM zu fahren, ums uns abzuholen und anschließend wieder 5 KM nach Hause zu fahren), so hat sie mich doch immer, wenn mir unrecht getan wurde, wie eine Löwin verteidigt.
Am Tag Ihrer Beerdigung kam ich mir vor wie auf einem Festival, ich glaub so viele Leute hatte der kleine Ort vorher noch nie gesehen. Vielleicht interpretiere ich da auch nur etwas übernatürliches hinein, aber es hat nach der Beerdigung den ganzen Tag an einem Stück gepisst und ich dachte mir, dass der liebe Gott (sofern es ihn den gibt - seit dem Todestag stehe ich mit ihm auf Kriegsfuß) auch sehr traurig war.
Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie sie jetzt aussieht und was aus ihren schönen rehbraunen Augen geworden ist, wird mir ganz übel und ich versuche dies nicht zu tun, aber dann kommt immer wieder ein neuer wunderschöner Zombiefilm ins Kino und ich bin völlig davon berauscht mir auszumalen wie passend sie jetzt auch auf die Leinwand passen würde. *würg*
An dem Tag als ich meinen Rückhalt, meinen Anker, meinen sicheren Hafen verloren habe, ich glaube von da an war klar, dass ich mich früher oder später nicht mehr wiederfinde und mich auf der Suche nach etwas befinde, was ich schon längst verloren hatte. Ich bin der Meinung, dass es schwierig ist im Leben einen Seelen verwandten zu finden! Doch ihn schon von Geburt an zu haben und dann nach 17 Jahren des Zusammenseins wieder aufgeben zu müssen, dass raubt einem die Hoffnung der naiven Vorstellung zu unterliegen, dass es irgendwann noch mal so sein könnte.
Und ich sollte recht behalten, im letzten Jahr habe ich mir und meinen geliebten Menschen viel angetan, in dem ich versucht habe mich systematisch selbst zu verletzten, weil ich mich schuldig fühlte...die schwarzen Sachen waren nur ein Anfang, der mich dazu gebracht hat mich selbst zu zerstören.
Warum ziehen Menschen nur schwarze Kleidung an? Ich habe nie darüber nachgedacht, jetzt weiß ich es. Um sich irgendwie zusammen zu halten, schwarz macht schlank, es gibt einem ein Stück Sicherheit sich nicht ganz verloren zu fühlen, bei sich zu bleiben und nicht in den weiten unseres Universums zu verflüchtigen. Mir hat es geholfen. Eine andere Möglichkeit ist, dass man sich für andere Unsichtbar machen möchte, aber die andere Sichtweise hat mir dazu verholfen mich meinem Problem zu stellen und daran zu arbeiten.
Seit einiger Zeit geht es mir übrigens wieder sehr gut und ich arbeite weiter an meiner Genesung.
Meine Mama war 18 als sie mich bekommen hat und ich sie war 17 Jahre ein Teil meines Lebens. Seit knapp 9 Jahren fehlt mir nun ein Stück von mir und ich habe noch nicht einmal gesehen, wie das Flugzeug in das World Trade Center geflogen ist, weil zu diesem Zeitpunkt mein eigens Haus zusammen gefallen ist. Vielleicht leihe ich mir mal den Film über das Worl Trade Center aus. Sie war 35 Jahre alt als sie einfach eingeschlafen ist und nicht mehr aufgewacht ist. Ich war froh, dass sie mir das Handwerkszeug mitgeben hat diese Leben zu meistern und mich ein Stück zu dem gemacht hat der ich heute bin.
Du fehlst mir!
Also einfach drauf los lautet die Devise:
Eines schönen Tages klopfte mein Mutsch meinem Väterchen von hinten auf die Lederjacke und das Ding war geritzt...nicht nur geritzt, man könnte sagen der Treffer war versenkt und ich war unterwegs...ein Unfall- nicht wie ein schrecklicher Autounfall mit Blech- und Personenschaden und viel Blut und so, nein einer aus Fleisch und Blut, der eigentlich ganz gut gelungen ist, wenn ich in den Spiegel schaue *stinknacheigenlobgrinsend*.
Nach einigem hin unddd her bezüglich eines abruptio graviditati his war dann doch schnell klar, dass ich kommen durfte.
Meine Mama (und auch mein Papa - später mehr von ihm) war noch sehr jung - mit 17 im Bauch, mit 18 an der Luft - als ich gekommen bin und trotzdem war denke ich von der ersten Begegnung an klar, dass wir zwei symbiotisch miteinander Verbunden waren (hätte mich jemand gefragt damals hätte ich dies geantwortet *brabbelbrabbelbrabbel*)
Ein wenig später, war dann klar, dass die ehelich geschlossene Gemeinschaft nichts für die Dauer sein sollte und meine Mutsch ging Ihre Wege alleine weiter. Wenn auch mein Papa jederzeit für mich da war ("Wenn ich mal groß bin dann heirate ich dich Papa", "Aber das geht doch nicht!", "oh doch wirst schon sehen" - Nein ich habe ihn nicht geheiratet und ich bin froh, dass er mein Papa und nicht mein Mann oder sonst irgendwas!)
Meine Mutsch war ein toller Mensch, klar kann ja jeder sagen, nein es war wirklich so. Mein liebster Herb singt im einen seiner Lieder ganz klar von ihr "Hast jeden Raum mit Sonne geflutet"...meine Mama hatte die wundervolle Eigenschaft Menschen in Ihren Bann zu ziehen und das nicht nur wegen Ihres großen Herzens, sonder weil sie einfach so war wie sie eben gewesen ist: Offen, ehrlich, ein wenig versaut und zu jeder Zeit für Ihre Kinder da (Meine Schwestern sind 9 und 11 Jahre jünger als ich).
Wenn meine Mutter auch manchmal ängstlich gewesen ist (einmal bin ich mit meiner Freundin auf einer Party gewesen und wir durften 500 Meter nicht alleine nach Hause gehen - sie hatte sich den Wecker gestellt um 5 KM zu fahren, ums uns abzuholen und anschließend wieder 5 KM nach Hause zu fahren), so hat sie mich doch immer, wenn mir unrecht getan wurde, wie eine Löwin verteidigt.
Am Tag Ihrer Beerdigung kam ich mir vor wie auf einem Festival, ich glaub so viele Leute hatte der kleine Ort vorher noch nie gesehen. Vielleicht interpretiere ich da auch nur etwas übernatürliches hinein, aber es hat nach der Beerdigung den ganzen Tag an einem Stück gepisst und ich dachte mir, dass der liebe Gott (sofern es ihn den gibt - seit dem Todestag stehe ich mit ihm auf Kriegsfuß) auch sehr traurig war.
Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie sie jetzt aussieht und was aus ihren schönen rehbraunen Augen geworden ist, wird mir ganz übel und ich versuche dies nicht zu tun, aber dann kommt immer wieder ein neuer wunderschöner Zombiefilm ins Kino und ich bin völlig davon berauscht mir auszumalen wie passend sie jetzt auch auf die Leinwand passen würde. *würg*
An dem Tag als ich meinen Rückhalt, meinen Anker, meinen sicheren Hafen verloren habe, ich glaube von da an war klar, dass ich mich früher oder später nicht mehr wiederfinde und mich auf der Suche nach etwas befinde, was ich schon längst verloren hatte. Ich bin der Meinung, dass es schwierig ist im Leben einen Seelen verwandten zu finden! Doch ihn schon von Geburt an zu haben und dann nach 17 Jahren des Zusammenseins wieder aufgeben zu müssen, dass raubt einem die Hoffnung der naiven Vorstellung zu unterliegen, dass es irgendwann noch mal so sein könnte.
Und ich sollte recht behalten, im letzten Jahr habe ich mir und meinen geliebten Menschen viel angetan, in dem ich versucht habe mich systematisch selbst zu verletzten, weil ich mich schuldig fühlte...die schwarzen Sachen waren nur ein Anfang, der mich dazu gebracht hat mich selbst zu zerstören.
Warum ziehen Menschen nur schwarze Kleidung an? Ich habe nie darüber nachgedacht, jetzt weiß ich es. Um sich irgendwie zusammen zu halten, schwarz macht schlank, es gibt einem ein Stück Sicherheit sich nicht ganz verloren zu fühlen, bei sich zu bleiben und nicht in den weiten unseres Universums zu verflüchtigen. Mir hat es geholfen. Eine andere Möglichkeit ist, dass man sich für andere Unsichtbar machen möchte, aber die andere Sichtweise hat mir dazu verholfen mich meinem Problem zu stellen und daran zu arbeiten.
Seit einiger Zeit geht es mir übrigens wieder sehr gut und ich arbeite weiter an meiner Genesung.
Meine Mama war 18 als sie mich bekommen hat und ich sie war 17 Jahre ein Teil meines Lebens. Seit knapp 9 Jahren fehlt mir nun ein Stück von mir und ich habe noch nicht einmal gesehen, wie das Flugzeug in das World Trade Center geflogen ist, weil zu diesem Zeitpunkt mein eigens Haus zusammen gefallen ist. Vielleicht leihe ich mir mal den Film über das Worl Trade Center aus. Sie war 35 Jahre alt als sie einfach eingeschlafen ist und nicht mehr aufgewacht ist. Ich war froh, dass sie mir das Handwerkszeug mitgeben hat diese Leben zu meistern und mich ein Stück zu dem gemacht hat der ich heute bin.
Du fehlst mir!
Elisa R. - 22. Jun, 21:34
